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MC-22/24
Vorwort
Mitte der 80iger Jahre kaufte ich mir meinen ersten Computer-Sender, eine MC-16 von JR. Für mich war das damals absolutes Neuland, da ich bis zu diesem Zeitpunkt immer noch meiner alten Grundig Varioprop vertraute. Nachdem ich mich eine halbe Stunde mit den Funktionen des Senders beschäftigt hatte - natürlich ohne vorher das Handbuch zu lesen - war ich der Meinung, dass er nicht in Ordnung sei, da die Trimmung des Gasknüppels nur einseitig funktionierte!
Nach und nach erkannte ich, dass für diese neue Generation von Senderanlagen einerseits ein komplettes Umdenken erforderlich war, andererseits die Nutzer dieser Anlagen von den Herstellern durch die ungenügende Qualität der beigefügten Handbücher ihrem Schicksal gnadenlos überlassen wurden.
2 Jahre nach dem ersten Einschalten meines neuen Senders gelang meinem damaligen Jugendfreund, seinerseits absoluter Elektronik-Experte - er ist leider viel zu früh verstorben - etwas ungeheuerliches: Er hatte es tatsächlich geschafft, das Programm aus dem Softwaremodul des Senders auszulesen und in einen einigermaßen lesbaren und nachvollziehbaren Code umzuwandeln. Wie er das vollbracht hat, wird für mich wohl immer ein Geheimnis bleiben. Mit dieser Grundlage und meinen umfangreichen Kenntnissen der alten Programmiersprachen (Basic, Cobol, Fortran, Z80-Prozessoren) konnte ich die Programmabläufe genau nachvollziehen und wusste ab diesem Zeitpunkt exakt, wie die Sender-Software arbeitet. Diese prinzipielle Programmstruktur ist bis zum heutigen Tage bei allen Sendern der JR-Serie wiederzufinden, angefangen bei der MC-10 bis hin zur MC-24.
Im Millenium-Jahr habe ich zu meiner großen Freude die Modellbau-Foren im Internet entdeckt. Was hier an potentiellem Wissen ausgetauscht wurde, war schon sehr beeindruckend. Unter dem User-Namen McCordan (sprich: Mäkkorden - alter schottischer Adel) hatte ich mich in dem damals bedeutendsten Forum, RC-online.net, registriert. Ich sah mich hier einer großen Anzahl von MC-24 User mit all ihren Programmierproblemen gegenüber, denen ich ihre Fragen detailliert beantworten konnte. Es sprach sich schnell herum, dass da jemand war, der bei kniffligen Programmierproblemen weiterhelfen konnte. Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich abends vor dem PC gesessen habe, um die unzähligen Mails und Forumsbeiträge aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz zu beantworten. Ich möchte betonen, dass mir dies sehr viel Freude bereitet hat und auch zukünftig jeder, der eine Frage zu einer Programmierung hat oder einen Lösungsansatz sucht, von mir eine individuelle Antwort erhalten wird.
April 2002
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