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Es wird aufgetischt
Die Menüs
Mega-Soft-ROM
Das Programmieren der MC-24 erfolgt in den Menüs. Dem Flächenflieger stehen davon insgesamt 34 zur Verfügung. Die meisten von ihnen sind selbst erläuternd, aber in einigen stecken interessante Funktionen, auf die das Handbuch nicht näher eingeht.
Dieser Bericht untersucht die einzelnen Menüs etwas genauer und ergänzt einige Zutaten, damit der MC-24 User bei Verständnisproblemen keine Bauchschmerzen bekommt.
Code 11 - Modellauswahl
Im Code 11 wird der Modellspeicher ausgewählt, den der Pilot verwenden möchte. Die MC-24 bietet insgesamt 40 Modellspeicher an, was für ein langes Fliegerleben wohl mehr als ausreichend ist. Tatsächlich sind es allerdings 41 Speicher, die MC-24 legt nämlich für den zuletzt gelöschten Modellspeicher eine Sicherheitskopie in den Speicher 41 ab. Näheres hierzu ist im Code 12 - Kopieren/Löschen nachzulesen.
Die MC-24 unterscheidet drei Typen von Modellspeichern und zwar
- Speicher für Flächenmodelle
- Speicher für Heli-Modelle
- freie Speicher
Beim Anlegen eines neuen Modellspeichers wird zunächst festgelegt, ob der Speicher für ein Flächenmodell oder einen Hubschrauber verwendet werden soll. Diese Festlegung sorgt dann für alle Voreinstellungen der Menüs für die weitergehende Programmierung. In der Grundanzeige wird der aktive Modellspeicher jeweils mit einem Flächen- oder Heli-Icon vor dem eigentlichen Modellnamen gekennzeichnet.
Ein jungfräulicher Modellspeicher wird mit der Bezeichnung ***frei*** ausgegeben. Mit Hilfe des Codes 12 - Kopieren/Löschen lässt sich ein kompletter Modellspeicher löschen, wenn das entsprechende Modell das zeitlich gesegnet hat oder der Speicher aus anderem Grund nicht mehr gebraucht wird. Hierbei ist eines zu beachten: Löscht man über den Code 12 den Speicher, in dem man sich gerade befindet, wird dieser Speicher nicht gänzlich gelöscht, da man nach dem Löschvorgang aufgefordert wird, einen Modelltyp anzugeben. Wenn man dies bestätigt und anschließend den Code 11 anwählt, sieht man hinter der gelöschten Speichernummer ein leeres Feld. Modellspeicher sollten deshalb grundsätzlich nie im geladenen Zustand gelöscht werden, sondern immer von einem anderen Modellspeicher aus. Beispiel: Möchte man den Modellspeicher 9 löschen, wechselt man zunächst über den Code 11 in einen anderen Speicher, z.B. Modellspeicher 1 und löscht dann über den Code 12 den Speicher 9. So erhält man einen wirklich freien Speicher, in der Anzeige im Code 11 ist dann auch wieder für den Speicher 9 das bekannte ***frei*** zu erblicken.
Code 12 - Kopieren/Löschen
Neben dem zuvor beschriebenen Löschen der Modellspeicher lassen sich hier komplette Modellspeicher in einen anderen Speicher, auf einen PC oder einen zweiten Sender übertragen, sowie einzelnen Flugphasen innerhalb eines Modellspeichers kopieren. Auch lassen sich versehentliche Löschungen wieder rückgängig machen.
Modell löschen Mit diesem Menüpunkt lässt sich ein einzelner Modellspeicher komplett löschen. Aber auch bei einem Löschvorgang sollte ein bestimmtes Prozedere eingehalten werden (siehe Erläuterungen im Code 11 - Modellauswahl). Und wenn man sich einmal vertan hat, keine Panik! Die Rettung kann man hier nachlesen.
Kopieren Modell->Modell Hier kann man eine Kopie eines Modellspeichers erzeugen. Man kopiert z.B. den Modellspeicher 16 in den freien Speicher 9. Diese Kopierfunktion ist besonders praktisch, wenn man eine bestehende Programmierung als Basis für ein neues Modell übernehmen möchte.
Kopieren MC-24 -> extern Mit der MC-24 ist es möglich, einen oder mehrere Modellspeicher auf einem PC zu übertragen und somit zu sichern oder sogar an eine andere MC-24 zu übertragen. Für das Kopieren von Modellspeichern zu einem PC oder zweiten Sender ist zunächst einmal ein Schnittstellenverteiler (Bestell-Nr. 4184.3) von Graupner erforderlich, der im Sender eingebaut werden muss. Die Übertragung an den zweiten Sender gelingt nicht mit dem Lichtleiterkabel für den Lehrer/Schüler-Betrieb, sondern nur mit einem Kopierkabel (Bestell-Nr. 4179), welches in den Schnittstellenverteiler eingesteckt wird. Dementsprechend benötigt der zweite Sender ebenfalls einen Schnittstellenverteiler. Für die Übertragung an einen PC ist ein spezielles Interface-Kabel erforderlich, das gleichfalls über den Fachhandel zu beziehen ist. Mit der Original-Software können die Daten nur auf dem PC gespeichert und an den Sender zurück übertragen werden, der Modellspeicher kann auf dem PC nicht editiert werden!
Weiterhin ist eine Übertragung der Modellspeicher grundsätzlich nur auf eine zweite MC-24 möglich, das Kopieren auf einen anderen Sender der MC-Serie geht nicht. Damit das auch gelingt ist folgende Reihenfolge zu beachten:
1. An beiden Sendern das Kopierkabel in den Schnittstellenverteiler einstecken
2. Der empfangene Sender muss zunächst im Code 12 den Menüpunkt Kopieren extern -> MC24 anwählen, die SEL-Symboltaste drücken und nach Eingabe des Zielspeichers die Sicherheitsabfrage mit Ja bestätigen.
3. Erst jetzt kann man den Sender, der die Daten verschickt, für die Datenübertragung bereit machen. Also, auch hier in den Code 12, jetzt den Menüpunkt Kopieren MC-24 -> extern anwählen, die SEL-Symboltaste drücken und den Modellspeicher mit dem Rotary-Knopf auswählen, der übertragen werden soll. Nach Bestätigen der Sicherheitsabfrage mit Ja, baut sich bei beiden Sendern im Display eine Linie auf, die Datenübertragung läuft.
Falls man sich nicht an diese Reihenfolge hält, werden keine Daten übertragen!
Kopieren Flugphase Innerhalb eines Modellspeichers können auch Flugphasen kopiert werden. Ein Kopieren einer Flugphase von einem Modellspeicher in einen anderen ist nicht möglich! Warum dies manchmal von Vorteil ist, kann man im Bericht Flugphasenprogrammierung im Kapitel ‘Der letzte Schliff’ nachlesen.
Wiederherstellen eines gelöschten Speichers Wie bereits schon im Code 11 - Modellauswahl schon beschrieben, wird für den letzten gelöschten Modellspeicher eine Sicherheitskopie angelegt, bevor sich die Programmierung in ein Logikwölkchen auflöst. Hat man sich also tatsächlich einmal beim Löschen vertan, kann man hier den Fehler noch einmal korrigieren. Über den Menüpunkt Kopieren Modell -> Modell gelangt man in den Speicher 41 und kopiert ihn dann in einen freien Modellspeicher. Gerettet!
Code 13/14 - Ausblenden Codes/Modelle
Wer es übersichtlicher in der Menü-Übersicht oder Modellauswahl haben möchte, kann hier die nicht benötigten Menüs in einem Modellspeicher oder bestimmte Modellspeicher im Code 11 mit der E/A-Taste ausblenden oder bei Bedarf natürlich auch wieder einblenden.
Code 21 - Grundeinstellungen Modell
Der Code 21 ist das erste Menü, das man zum Programmieren eines neuen Modells benötigt. Die Eingabe des Modellnamens mit dem Rotary-Knopf ist durch den großen Zeichensatz sehr mühsam. Hierzu ein Tipp: Das Drücken der CLEAR-Taste erzeugt ein Leerzeichen.
Steueranordnung Die Steueranordnung legt fest, mit welchen Funktionen die beiden Kreuzknüppel belegt werden. Man hat hier 4 verschiedene Auswahlmöglichkeiten, die im Handbuch sehr gut beschrieben und illustriert sind. Es gibt übrigens keine normale Steueranordnung, sondern nur die Anordnung, mit der man das Fliegen erlernt hat! Üblicher Weise wird die einmal gewählte Steueranordnung immer beibehalten, jedoch gibt es eine Ausnahme: Fliegt man ein Flächenmodell mit V-Leitwerk und ohne Querruder muss zum Erhalt der gewohnten Knüppelbelegung die Steueranordnung im Code 21 geändert werden. (siehe auch hier).
Für die Modulation sind in Abhängigkeit des verwendeten Empfängers folgende Einstellungen möglich:
Für die Lautstärke gebe ich immer den max. Wert von 15 ein, damit sind alle programmierten Alarmtimer und Flugphasenuhren (Code 61 und 62) sowie das Batterie-Warnsignal nicht zu überhören, allerdings auch nicht das Einschalt-dülülüt.
Auch hierzu ein Tipp: Für die Steueranordnung, Modulation und Lautstärke können im Code 91 - Allgemeine Einstellungen Voreinstellwerte eingetragen werden, die dann bei jedem neuen Modellspeicher automatisch im Code 21 erscheinen.
Code 22 - Servoanordnung
Das zweite Menü, das man für die Programmierung eines neuen Modells anwählen sollte, ist der Code 22. Für die zwei Menüpunkte sind folgende Einstellungen mit dem Rotary-Knopf möglich:
Leitwerk
- normal
- V-Leitwerk
- Delta/Nurflügler
Querruder/Wölbklappen
- 1 QR
- 2 QR
- 1 QR 1 WK
- 2 QR 1 WK
- 2 QR 2 WK
Bei einem T-Leitwerk lautet die Einstellung im Leitwerk normal.
Bei einem, über 2-Achsen gesteuerten Modell, also kein Querruder, sollte man 1 QR einstellen und das Seitenruder-Servo in den Empfängerausgang 2 stecken. Somit steuert man mit dem Querruderknüppel das Seitenruder. Hat ein solches Modell ein V-Leitwerk müssen die beiden Servos für das V-Leitwerk zwingend in die Empfängerausgänge 3 +4 gesteckt werden. Für die gewohnte Knüppelbelegung muss man nun für diesen Modellspeicher im Code 21 eine andere Steueranordnung wählen. Ist die Standardeinstellung üblicherweise Mode 1, wäre in diesem Fall auf Mode 3 umzustellen. (siehe auch hier)
Bei einem Motorflieger mit Landeklappen ist die Einstellung 2 QR 1 WK oder 2 QR 2 WK sinnvoll, da man hierbei ggfls. auf fertige Mischer der Wölbklappen für die Landeklappen zurückgreifen kann.
Bei Nurflügler oder Deltas ist manchmal auch eine Einstellung normal und 2 QR 2 WK sinnvoll, je nachdem, wie die Klappen bei diesen Modellen konfiguriert sind.
Grundsätzlich werden durch die Vorgaben für Querruder und Wölbklappen bestimmt, welche fertigen Mischer im Code 52 - Phasentrimmung und Code 71 - Flächenmischer aktiviert werden. Stellt man keine Wölbklappen ein, gibt´s auch später keine fertigen Mischer für die Wölbklappen.
Code 23 - Servoeinstellungen
Der Code 23 ist der Dreh- und Angelpunkt für alle Servoeinstellungen. Diese Einstellungen lassen sich natürlich nur für Servos vornehmen, die einzeln an den Empfänger angeschlossen sind. Für Servos, die über V-Kabel oder sog. Servoweichen miteinander verbunden sind, können keine separaten Einstellungen vorgenommen werden. Was bietet dieses Menü im Einzelnen:
Umkehren der Servorichtung Dies ist eine einfache Angelegenheit. Einfach das gewünschte Servo anwählen, SEL-Taste der 2. Spalte drücken und mit dem Rotary-Knopf die Servo-Laufrichtung invertieren.(=umkehren)
Verstellung der Servo-Neutralposition Es kommt häufiger vor, dass bei Mittelposition des Gebers (z.B. Seitenruder) und neutraler Trimmhebel-Stellung das Seitenruder nicht genau gerade steht. Grundsätzlich sollte man eine Korrektur zunächst am Gestänge vornehmen, jedoch geht das auch elektronisch über die Mittenverstellung. Kunststoffrümpfe und Flächen unterliegen bei starken Temperaturunterschieden einer geringen Längenausdehnung. Auch hierbei ändern sich häufig die Neutralstellungen der Ruder. Mit der Mittenverstellung kann man das beim Start-Check schnell korrigieren. Auch Servos anderer Hersteller bez. ältere Graupner-Servos lassen sich hiermit an die spezifischen Steuersignale anpassen.
Servoweg Bei einem vollen Geberausschlag führt das Servo einen Weg von -100% bis +100% aus. Diesen Weg kann man bis auf 150% erweitern oder entsprechend reduzieren bis auf den Weg 0%, was keinem Ausschlag entspricht. Mit dieser Funktion passt man also den Servoweg dem möglichen Ruderweg an, also erweitern, wenn man besonders große Ruderausschläge wünscht, oder verringern, wenn das Anlenkungsgestänge oder das Ruder bei vollen Servoweg mechanisch anschlägt oder gar blockiert. Das praktische an dieser Wegeinstellung ist, dass man unterschiedliche Werte für beide Servorichtungen vornehmen kann, also eine asymmetrische Wegeinstellung. Aber bitte beachten: Diese Funktion sollte nur für die Anpassung des Servoweges an den mechanischen Ruderweg verwendet werden. Ruder-Differenzierungen, wie z.B. für die Querruder oder Wegreduzierungen bei zu starken Ruderausschlägen sollten zumindest für alle Flächenruder an anderer Stelle vorgenommen werden (z.B. Dual-Rate).
Servowegbegrenzung Einstellungen an der Servobegrenzung sind erst dann notwendig, wenn Mischer im Code 71 oder 72 aktiviert werden. Wenn man nämlich einen oder mehrere Mischer auf einen gemeinsamen Empfängerausgang programmiert und auch noch ein zusätzliches Gebersignal wirken lässt, kann es durch die Addition einzelner Signale schon einmal vorkommen, dass ein Ausgangssignal von z.B. 170% oder mehr erzeugt wird. Nun, diesem Ausgangssignal kann kein Servo mehr folgen, aber man kennt ja folgenden Effekt: Die Querruder werden als Landehilfe nach oben angestellt und beim zusätzlichem Betätigen des Querruderknüppels sieht man, wie sich das Gestänge der Anlenkung seltsam verbiegt und das Servo nach Entlastung schreit.
Dieser unangenehme Effekt kann durch die Servowegbegrenzung beseitigt werden. Die Standarteinstellung beträgt hier für die Servos 1-12 grundsätzlich 150%. Dieser Wert entspricht dem maximalen Weg, den ein angeschlossenes Servo zurücklegen kann. Eine Änderung dieses Wertes kann, wie beim Servoweg, symmetrisch oder asymmetrisch vorgenommen werden. Reduziert man diesen Weg, wird das Servo diesen eingestellten, maximalen Ausschlag nicht mehr überschreiten, egal wie hoch das addierte Signal aller wirkenden Geber und Mischer beträgt. Im Falle der Querruder könnte hier eine asymmetrische Begrenzung von z.B. 120% für die Servos 2 und 5 vorgenommen werden. Asymmetrisch deshalb, weil eine mechanische Blockierung durch die Anstellung der Querruder nach oben nur in dieser Richtung zu erwarten ist, nach unten ist genügend Weg vorhanden.
Code 31 - Knüppeleinstellung
Hier können bestimmte Voreinstellungen für die beiden Kreuzknüppel mit deren Trimmhebel vorgenommen werden, wobei der K1-Knüppel (Drossel/Bremsklappen) eine Sonderstellung einnimmt. Befassen wir uns also zunächst mit diesem.
Leerlauftrimmung Je nach Steuergewohnheit kann man die Trimmhebelfunktion anpassen und zwar:
- vorn -Der Trimmhebel wirkt nur einseitig vorne, wenn die Leerlaufstellung des K1-Knüppels in der vorderen Position gewählt wird
- hinten- Der Trimmhebel wirkt nur einseitig hinten, wenn die Leerlaufstellung des K1-Knüppels in der hinteren Position gewählt wird
- keine-Der Trimmhebel des K1-Knüppels wirkt beidseitig, also so, wie man es z.B. vom Höhenruder-Knüppel her kennt.
Alle weiteren möglichen Einstellungen im Code 31 können für beide Kreuzknüppel vorgenommen werden.
Trimmreduktion Diese Funktion ist ganz praktisch für Speed- oder Pylon-Modelle. Solche Flugmodelle werden von Natur aus mit sehr geringen Ruderausschlägen geflogen, wobei der mit dem Trimmhebel einstellbare Trimmweg viel zu groß sein kann, um eine feinfühlige Klappenkorrektur durchführen zu können. Durch die prozentuale Reduzierung kann man so den Trimmweg verkleinern. Für den Drosselknüppel dient diese Reduzierung für eine gute Leerlaufeinstellung, falls der Vergaser auf den normalen Trimmweg zu heftig reagiert.
Zeit Ein Servo folgt im Normalfall dem Geber zeitgleich mit jeder Bewegung. Man kann nun für die Geber 1 bis 4 dieses Gebersignal im Code 31 verzögern. Bei einem eingestellten Wert von z.B. 4,5 Sek. wird bei einem vollen Geberausschlag von -100 bis +100% der entsprechende volle Servoweg innerhalb dieser 4,5 Sek. ausgeführt. Inwieweit diese Einstellung für die beiden Kreuzknüppel sinnvoll erscheint, mag dahin gestellt sein. Zumindest lässt sich damit für den K1-Geber ein sanfter Anlauf für einen angeschlossenen E-Motor realisieren.
Code 32 - Gebereinstellung
Neben den beiden Kreuzknüppeln (Geber 1-4) verfügt die MC-24 über 8 weitere Geber und zwar die Geber 5 - 12. Ähnlich wie im Code 31 lassen sich für jeden dieser Geber hier bestimmt Voreinstellungen vornehmen. Neben den beiden Kreuzknüppeln ist die MC-24 serienmäßig mit 3 weiteren Gebern ausgestattet (2 Propschieber und ein 3-stufiger Geber), weitere Geber können entsprechend nachgerüstet werden.
Eine der wichtigsten Programmiermerkmale im Code 32 ist die freie Zuordnungsmöglichkeit der Geber 5-12. Was heißt das? In der ersten Spalte im Code 32 sind die Eingänge 5-12 aufgelistet, in der Spalte daneben stehen die dazugehörigen Geber. Wenn wir den Begriff "Eingang" einfach einmal als Empfängereingang definieren - dies ist zwar nicht korrekt, aber zum besseren Verständnis sehr dienlich - ist die normale Zuordnung einfach nachzuvollziehen: Der Geber 5 wirkt auf Empfängereingang 5, der Geber 6 auf Eingang 6 usw. Möchte man jetzt, dass z.B. der rechte Propschieber (Geber 6) nicht nur auf den Empfängereingang 6, sondern auch auf den Eingang 8 wirken soll, kann man das sofort realisieren. Den Eingang 8 anwählen, in der zweiten Spalte die SEL-Taste drücken und mit dem Rotary-Knopf den dort eingetragenen Geber 8 durch den Geber 6 ersetzen.
Ein praktisches Anwendungsbeispiel dafür: Ein Motormodell hat ein 3-Bein Einziehfahrwerk, wobei jedes einzelne Fahrwerksbein durch ein separates Servo angesteuert wird. Die Servos sind am Empfängereingang 6, 7 und 8 eingesteckt, der Einziehvorgang erfolgt über den Geber 6 (rechter Propschieber). Für die Koppelung der Servos ist also keine aufwendige Mischerprogrammierung erforderlich, dies kann durch die einfache Zuordnung des Gebers 6 auf die Eingänge 6,7 und 8 erfolgen.
Weiterhin kann man im Code 32 auch jeden beliebigen Schalter zu einem Geber definieren. Hierbei einfach in der zweiten Spalte die Schalter-Symboltaste drücken und den angewählten Geber durch einen Schalter ersetzen. Der eingesetzte Schalter wirkt nun wie ein 2-stufiger Geber und kann auch mehrfach eingesetzt werden. Für das Einziehfahrwerk sieht das dann wie nebenstehend aus. Selbstverständlich lassen sich auch Geberschalter einsetzen, sodass bestimmte Vorgänge voll automatisch ablaufen können.
Mit dem Rotary-Knopf lässt sich auch für jeden Eingang der Eintrag frei einstellen. Hierbei wird der Geber von dem jeweilig zugeordneten Eingang abgekoppelt, d.h. die Funktion des angeschlossenen Gebers (Propschieber, 2- und 3-stufige Geber) wird abgeschaltet und gleichzeitig ein konstantes Gebersignal von 0% erzeugt, welches auf den jeweiligen Empfängereingang wirkt. Die Einstellung frei hat dieselbe Wirkung, als wenn man im Code 74 einen Kanal auf Nur Mix stellt. Da es sich bei dem Code 32 aber um ein flugphasenabhängiges Menü handelt, kann man die Einstellung auch je Flugphase verändern. Wurde ein Geber im Code 74 abgetrennt, hat dies globalen Charakter und gilt für alle Flugphasen.
Ein Wort noch zum Geber 5: Im Zeitalter der 3-achsgesteuerten Modelle, bei denen in den meisten Fällen ein Servo für jedes Querruder eingesetzt wird, ist der Geber 5 für den Flugmodellbauer tabu. Durch die fest vorgegebene Empfängerbelegung für jeden Modelltyp ist der Geber 5 bei zwei Querruderservos mit dem Geber 2 gekoppelt. Dementsprechend sollten für diesen Geber keine Änderungen in der Grundeinstellung im Code 32 erfolgen, sie bringen auch letztlich nichts. Darüber hinaus sollte aber auf keinen Fall bei Erweiterung des Senders mit zusätzlichen Geberkomponenten der CH5 der Steckerleiste auf der Platine belegt werden!
Im Code 32 lassen sich weiterhin die Geberwege, ähnlich wie im Code 23 die Servowege, verkleinern oder erweitern und zwar bis maximal +- 125%. Obwohl es natürlich auch über die Einstellung der Geberwege möglich ist, den mechanischen Ruderweg entsprechend dem Servoweg anzupassen, sollte dies jedoch grundsätzlich im Code 23 bei den Servoeinstellungen erfolgen, dafür sind sie da. Veränderungen des Geberweges wären z.B. dann sinnvoll, wenn die Verstellung der Wölbklappen über einen Propschieber vorgenommen würde. Da für die Anstellung der Wölbklappen nur minimale Wege notwendig sind, wäre hier eine Reduzierung des Geberweges auf z.B. 20% oder weniger denkbar. Der Pilot kann somit den Propschieber immer blind auf beidseitigen Vollanschlag schieben und erhält somit immer dieselbe, gewünschte Wölbung. Da hier auch asymmetrische Werte eingegeben werden können, sind auch unterschiedliche Klappenanstellungen nach vorne und hinten realisierbar und man kann trotzdem den Propschieber immer auf Vollanschlag stellen. Letztlich lassen sich auch Produkte anderer Hersteller durch die Veränderung der Geberwege optimal auf das JR-System konfigurieren, z.B. sind bei einigen Kreiseln und Drehzahlreglern entsprechende Anpassungen der Geberwege für eine optimale Funktion erforderlich.
Wie für die Geber 1-4 im Code 31 lassen sich im Code 32 für die Geber 5-12 entsprechende Zeitverzögerungen programmieren. Der Effekt ist derselbe, wie bereits im Code 31 beschrieben. Eine Zeitverzögerung von z.B. 4 Sekunden für die Eingänge 6 bis 8 würde dem oben beschriebenen Einziehfahrwerk einen guten Scale-Charakter verleihen. Da diese Zeitverzögerung symmetrisch und asymmetrisch programmiert werden kann, lässt sich das Einziehfahrwerk sehr langsam Einfahren und etwas schneller wieder ausfahren.
Code 33 - Dual Rate/Expo
Dual Rate und Expo gehören wohl zu den bekanntesten Anwendungen aller Senderanlagen. Mit diesen beiden Funktionen begann das Zeitalter der programmierbaren Sender. Dementsprechend gibt es hier auch nicht viel zu erläutern, durch die graphische Darstellung sieht jeder sofort das Ergebnis, wenn er am Rotary-Knopf dreht. Zwei Dinge sind allerdings doch erwähnenswert:
Es wurde festgestellt, dass die Anpassung der mechanischen Ruderwege im Code 23 bei den Servoeinstellungen vorgenommen werden sollte. Stellt sich beim Fliegen heraus, dass die Klappenausschläge zu groß sind, sollte die Reduzierung über die Dual Rate-Funktion erfolgen. Auch hier wäre eine Reduzierung der Ruderwege über die Servoeinstellungen möglich, jedoch sollte man die Menüs konsequent so nutzen und anwenden, wofür sie auch gedacht sind.
Dual Rate und Expo lassen sich auch mit Schaltern programmieren. Was viele dabei nicht berücksichtigen ist die Tatsache, dass man mit diesen Schaltern die eingestellten Werte nicht nur deaktivieren kann, sondern auch zwischen zwei Werten umschalten, d. h. Schalterstellung oben ergibt einen Wert für Expo von z.B. 45% und Schalterstellung unten einen Wert von z.B. 15%. Auch hier ist es möglich, einen Schalter mehrfach einzusetzen und natürlich auch Geberschalter. Dies ist gerade bei Motorfliegern wunderbar einzusetzen. Mit einem gesetzten Geberschalter programmiert man z.B. bei Vollgas ein Expo von 50% mit einer Wegreduzierung von 25%, wenn man den Drosselknüppel zur Landung auf Leerlauf stellt wird zur Vergrößerung der Klappenwirkungen der Dual Rate-Wert auf z.B. 5% zurückgestellt und der Expo-Anteil auch entsprechend auf z.B. 20% und das alles voll automatisch.
Code 34 - Kanal 1 Kurve
Der Code 34 wird ausgiebig im Bericht Mischer verstehen und richtig programmieren erläutert. Hier den Abschnitt ‘Wie werden fertige Kurvenmischer programmiert’ anwählen.
Code 41 - Schalteranzeige
Jedem serienmäßigen oder nachgerüsteten Schalter wird durch die interne Software eine Schalternummer zugewiesen. Für die Programmierung ist diese Nummer vollkommen uninteressant. Wer möchte kann die zugewiesene Schalternummer im Code 41 ablesen. Aber nicht irritieren lassen: Der hier angezeigte Schaltzustand (offen, geschlossen) ist nicht mit dem programmierten Schaltzustand des jeweiligen Schalters identisch. Jeder Schalter hat auch eine mechanische Ein- und Ausstellung. Diese mechanische Stellung wird hier angezeigt und hat für den Nutzer eher symbolische Bedeutung. Anders ist das bei den Geberschaltern, die ebenfalls in diesem Menü angezeigt werden. Hier gibt die Anzeige den tatsächlichen Zustand eines programmierten Geberschalters wieder, also offen oder geschlossen.
Code 42 - Geberschalter
Das Geheimnis der Geberschalter wird im Bericht Geber, Schalter, Geberschalter gelöst und zwar im Kapitel ‘Wie definiere ich einen Geber zum Schalter’.
Code 49 - Phasenschalter
In diesem Menü werden die Schalterzuordnungen für die Flugphasenprogrammierungen bez. der Programmautomatik vorgenommen. Alles Wissenswerte über die Flugphasen und die damit verbundene, notwendige Schalterprogrammierung findet man hier: Flugphasenprogrammierung
Wenden wir uns also hier nur den Programmautomatikschalter zu. Die MC-24 bietet dem Anwender vier Programmspeicher für eine automatische Steuerung an. Beim Aufrufen dieser Programmautomatikspeicher werden die Servos für Drossel, Querruder, Höhenruder und Seitenruder automatisch in eine vorgegebene Position gestellt, d.h. zwei gleichzeitig, auszuführende Knüppelbewegungen können quasi per Knopfdruck automatisch ausgeführt werden. Über den Sinn oder Unsinn einer solchen Einrichtung kann man lange nachdenken und diskutieren, besseres Fliegen wird hierdurch sicherlich nicht erreicht. Die Festlegung der Servostellungen in jedem Programmspeicher erfolgt im Code 53 - Programmautomatik, im Code 49 erfolgt zunächst die Festlegung der Programmwahlschalter. Die Stellung der hier definierten Schalter bestimmt nämlich direkt die Anwahl der Programmspeicher 1-4. Dabei gilt folgende Schalterstrategie:
- mit einem 2-stufigen Schalter hat man Zugriff auf zwei Programmautomatikspeicher
- mit zwei 2-stufigen Schalter hat man Zugriff auf vier Programmautomatikspeicher
- mit einem 3-stufigen Schalter entsprechend auf 3 Speicher
Der erste Schalter wird in der Zeile Progr. autom. Schalter 1 gesetzt. Hierbei hat man je nach Schalterstellung Zugriff auf den Speicher P1 und P2. Verwendet man einen zweiten Schalter, so wird dieser in der Zeile Progr. autom. Schalter 2 programmiert. Der Zugriff auf die einzelnen Programmautomatikspeicher ergibt sich nun aus der Kombination beider Schalterstellungen, die folgendermaßen aussehen könnte:
- beide Schalter oben - Speicher P1
- beide Schalter unten - Speicher P2
- ein Schalter oben, der andere unten - Speicher P3
- ein Schalter unten, der andere oben - Speicher P4
Bei Verwendung eines 3-stufigen Schalters muss man darauf achten, dass die Schalter 1 und 2 im Code 49 immer von der Mittelposition aus programmiert werden, also Progr. autom. Schalter 1 anwählen, den 3-Stufenschalter von der Mittelposition nach vorne drücken, danach Progr. autom. Schalter 2 anwählen und den Schalter von der Mittelstellung nach hinten bewegen, dabei vorher natürlich immer die Schalter-Symboltaste drücken.
Wenn man nun den Code 53 aufschlägt, kann man erkennen, wie durch die Schalterstellung bez. deren Kombination die einzelnen Programmautomatikspeicher markiert werden. Aktiviert werden sie letztlich durch einen weiteren Schalter, der im Code 53 festgelegt wird.
Weiterhin lässt sich im Code 49 noch ein zusätzlicher, globaler Schalter programmieren, der als eine Art Sicherheitsschalter dienen soll. Man gelangt an den Menüpunkt Progr. autom. global durch Blättern mit den Pfeil-Tasten. Der Globalschalter sollte natürlich nicht mit den Schaltern 1 und 2 identisch sein. Der ganze Schalterwahnsinn läuft in der Praxis dann letztlich so ab:
- mit den Programmautomatikschaltern 1 und 2 den gewünschten Automatikspeicher anwählen
- mit dem Globalschalter das System "scharf" machen
- mit dem im Code 53 programmierten Schalter den angewählten Automatikspeicher aktivieren
Steht der Globalschalter auf Position aus, lassen sich zwar die Automatikspeicher durch die Schalter 1 und 2 anwählen, jedoch nicht mehr aktivieren.
Code 51 - Phasenzuweisung
Alles Wissenswerte liest man hierzu im Bericht Flugphasenprogrammierung.
Code 52 - Phasentrimmung
Wenn man den Bericht Flugphasenprogrammierung gelesen hat, kennt man sich in diesem Menü bestens aus.
Code 53 - Programmautomatik
Für die Programmierung der verschiedensten Flugfiguren steht der Code 53 zur Verfügung. Für die Anwahl der vier zur Verfügung stehenden Programmautomatikspeichern sind zunächst im Code 49 - Sonderschalter entsprechende Programmautomatikschalter zu definieren. Der Nutzen einer solchen Programmierung mag in meinen Augen sehr zweifelhaft erscheinen, jedenfalls ist sie mit der MC-24 möglich. Je nachdem, wie viele Schalter im Code 49 festgelegt wurden bestimmt deren Stellung die Anwahl der einzelnen Speicher, sie werden entsprechend im Display markiert. Man kann nun für die Drossel/Bremsklappen, das Seiten- und Höhenruder sowie für die Querruder bestimmte Servoausschläge von -100% bis +100% eintragen. Für eine Snap-Roll bei einem Motorflieger (Vollausschlag Höhe, Seite und Querruder) sähe das also so aus, dass für QR, SR und HR ein Wert von +-100% eingetragen wird und für das Drosselservo z.B. ein Wert für 3/4-tel Gas, also +- 75%. Die ganze Sequenz wird mit einem Schalter gestartet, der gleichfalls in diesem Menü gesetzt werden muss. Hierfür sollte man einen Taster auf dem Knüppel verwenden oder einen Momentschalter, beide Schaltertypen stellen sich selbstständig zurück. Solange der programmierte Schalter geschlossen ist, bleibt das aktuelle Figurenprogramm aktiv, der Zeitablauf wird also durch den Piloten bestimmt. Wenn man die Knüppelgewalt für einige Funktionen (z.B. Drossel und Höhenruder) nicht aus den Händen geben möchte, stellt man mit dem Rotary-Knopf den Wert var ein. Nur bei dieser Einstellung lässt sich eine Steuerfunktion bei aktivem Automatikprogramm weiterhin durch den Knüppel beeinflussen.
Code 61 - Uhren (allgemein)
Hier findet man im Bericht Die Uhren der MC-24 alles, was man dazu wissen muss.
Code 62 - Flugphasenuhren
Die Flugphasenuhren sind ebenfalls im Bericht Die Uhren der MC-24 zu finden.
Code 71 - Flächenmischer
Die Flächenmischer werden im Bericht Mischer verstehen und richtig programmieren im Kapitel 9 ‘Wie werden fertige Linearmischer programmiert?’ eingehend erläutert. Hinweis: Je nachdem, wie viele Querruder und Wölbklappen im Code 22 - Servoanordnung eingetragen werden, erscheint im Code 71 eine unterschiedliche Anzahl von Mischern.
Code 72 - Freie Mischer
Die richtige Programmierung von freien Linear- und Kurvenmischern findet man im Bericht Mischer verstehen und richtig programmieren. Alles Wissenswerte über den Code 72 findet man dort in den Kapiteln 3 - 6.
Code 73 - MIX aktiv in Phase
Über die Aktivierung der freien Mischer innerhalb der Fugphasen ist in der Flugphasenprogrammierung im Abschnitt 7 ‘Die weiteren Schritte’ das Wichtigste vermerkt.
Code 74 - Nur Mix Kanal
Dieser Code ist bei der Programmierung von freien Mischern sehr wichtig. Entsprechendes findet man im Bericht Mischer verstehen und richtig programmieren und zwar im Kapitel 8.
Code 75 - Kreuzmischer
Wer das Kapitel 11 im Bericht Mischer verstehen und richtig programmieren gelesen hat, wird sich auch im Code 75 bestens auskennen.
Code 81 - Trimmspeicher
Eine interessante Funktion findet sich im Code 81. Hier hat man nämlich die Möglichkeit, die aktuellen Positionen der kleinen Trimmhebel abzuspeichern. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn man mit mehreren Modellen am Startplatz erscheint und somit häufiger den Modellspeicher wechselt. Durch äußere Temperatureinflüsse kommt es immer wieder zu Ausdehnungen von Rumpf, Flächen und Anlenkungen, was die Neutralstellung der Ruder sofort beeinflusst und ein senderseitiges Nachtrimmern erforderlich macht, auch wenn man die Anlenkungen in der Werkstatt sorgfältig gebaut hat. Wenn man jetzt das Modell wechselt gehen natürlich die aktuellen Positionen der Trimmhebel verloren, da sie für das zweite Modell nicht stimmen.
Hier hilft der Trimmspeicher weiter. Man ruft vor dem Modellwechsel den Code 81 auf, wählt die Steuerfunktionen an, bei denen man nachtrimmen musste und drückt dann die STO-Taste. Jetzt stellt man die Trimmhebel wieder in ihre Mittelstellung und schließt die Programmierung mit der ENTER-Taste ab. Die erflogenen und aktuellen Trimmstellungen sind jetzt abgespeichert, die Werte kann man im Display ablesen. Wenn man nun nach einem Flug mit einem anderen Modell einen erneuten Start mit dem ersten Flieger durchführen möchte, braucht man nach dem Modellspeicherwechsel nur die Trimmhebel in die Mittelstellung zu setzen und der Flug müsste mit einem optimal getrimmten Modell gelingen.
In Code 81 sind zwei Dinge zu beachten:
Die aktuellen Trimmwerte werden beim Abspeichern immer aufaddiert, das heißt, das der Speicher nicht überschrieben wird, sondern der aktuelle Trimmwert wird mit dem Speicherwert addiert. Nun, dies ist eigentlich logisch und bedarf keiner näheren Beachtung. Wenn die Anlenkung einwandfrei gebaut und funktionsfähig ist werden sich die angezeigten Werte der Trimmpositionen immer im Bereich von +- 10% bewegen, auch wenn man mehrfach die Trimmpositionen gespeichert hat. An einigen Tagen muss man z.B. mehr nach rechts trimmen (positive Trimmwerte), an anderen Tagen mehr nach links (negative Werte), die sich natürlich in der Addition gegenseitig aufheben. Der max. abzuspeichernde Trimmweg beträgt +- 23%. Falls man diesen Wert erreicht hat und das Modell verlangt immer noch nach weiterem Trimmweg, sollte man sich schleunigst auf Ursachenforschung begeben. Hierbei darf man nicht vergessen, dass bei einem Trimmweg von 23% das Servo schon erheblich aus seiner Mittelposition geraten ist, was sich dementsprechend negativ auf den gesamten Ruderweg auswirken kann.
Wenn man im Code 31 - Knüppeleinstellung einen einseitigen Trimmweg für den K1-Knüppel (Gas/Störklappen) definiert hat, sollte man hierfür keine Trimmspeicherungen vornehmen. Gerade bei Motormodellen kann es zu einer erheblichen Verschiebung der Leerlaufeinstellung kommen. Die optimale Leerlaufposition sollte über das Gestänge vorgenommen werden oder durch eine asymmetrische Servowegeinstellung für den Kanal 1 im Code 23 - Servoeinstellungen.
Code 82 - Profitrimm
Um mit diesem Menü zu arbeiten, ist das Profitrimm-Modul (Best.-Nr. 4109) erforderlich. Der Einbau und die Verdrahtung sind im Handbuch recht ordentlich beschrieben. Ob man es wirklich braucht, sollte jeder für sich entscheiden. Die Meinungen über den Nutzen gehen allerdings weit auseinander. Ich habe viele eingebaute Trimm-Module gesehen, die nicht mehr genutzt werden, weil das Handling leider etwas schwierig ist. Die dritte, unterstützende Hand eines Fliegerkollegen ist allerdings hier sehr hilfreich.
Mit den 4 Trimmreglern kann man bei Flächenmodellen folgendes bewerkstelligen:
Regler 1 - Trimmung der Querruder (Querruderfunktion) Dieser Regler hat exakt dieselbe Funktion wie der Trimmhebel am Querruderknüppel. Die Querruder-Trimmung lässt sich allerdings mit dem Regler wesentlich feiner einstellen.
Regler 2 - Trimmung der Querruder (Wölbklappenfunktion) Bei Betätigen dieses Reglers werden die Querruder gleichsinnig nach oben oder unten angestellt. Die Anstellung der Querruder wirkt unterstützend auf die Anstellung der Wölbklappen. Wenn man für einen 4-Klappen-Segler bereits Flugphasen programmiert und für die Phasen Speed oder Thermik entsprechende Klappenstellung im Code 52 - Phasentrimmung für die Querruder oder Wölbklappen programmiert hat, kann man mit diesem Regler hervorragend die Klappenstellungen im Fluge korrigieren und optimieren.
Regler 3 - Trimmung der Wölbklappen (Querruderfunktion) Hiermit werden die Wölbklappen gegensinnig bewegt, es ergibt sich also eine Trimmfunktion wie bei den Querrudern
Regler 4 - Trimmung der Wölbklappen (Wölbklappenfunktion) Hier gilt dasselbe, wie beim Regler 2, jedoch auf die Wölbklappen wirkend.
Wenn man das Profitrimm-Modul nutzen möchte, muss man zunächst die einzelnen Regler in Code 82 über die E/A-Tasten aktivieren. Die Mittelstellung der Regler entspricht der programmierten Klappenstellung, also genau so, als befänden sich die Trimmhebel der Kreuzknüppel in Mittelstellung. Wenn man jetzt die Regler bedient, bewegen sich entsprechend die Klappen. Man kann das Trimm-Modul über einen globalen Schalter komplett abschalten, die Servos fahren nach dem Deaktivieren sofort wieder in die Anfangsstellung zurück. Der Globalschalter wird ebenfalls im Code 82 gesetzt. Wenn man allerdings die einzelnen Regler über die E/A-Tasten abschaltet, werden die zuletzt eingestellten Trimmstellungen der Regler gespeichert.
In der Praxis sieht der Umgang mit dem Profi-Trimm wie folgt aus:
Nehmen wir als Beispiel einen 4-Klappen-Segler, bei dem die Flugphase Thermik optimieret werden soll. Im Code 52 - Phasentrimmung sind bereits positive Klappenstellungen für Querruder und Wölbklappen programmiert. Im Code 82 aktiviert man nun die Regler 2 und 4 (gleichsinnige Trimmung der Querruder und Wölbklappen). Das Modell wird in die Luft befördert und man aktiviert die Flugphase Thermik. Über die Regler 2 und 4 lassen sich jetzt die Querruder und Wölbklappen positiv oder negativ verstellen. Wenn man der Auffassung ist, die optimale Anstellung der Klappen gefunden zu haben, schaltet man die Regler 2 und 4 über die E/A-Tasten im Code 82 ab. Die aktuellen Trimmpositionen werden gespeichert und ändern sich auch nicht mehr, wenn man die Regler unbeabsichtigt verstellt. Nach der Landung schaut man sich die aktuellen Servopositionen der Querruder und Wölbklappen im Code 92 - Servoanzeige an, aktiviert wiederum die Regler 2 und 4 und stellt diese wieder exakt in Mittelposition. Nun werden die Werte im Code 52 - Phasentrimmung entsprechend der gesichteten Servopositionen im Code 92 korrigiert.
Man erreicht somit eine optimierte Klappenstellung für die Flugphase Thermik. Zukünftig kann auch weiterhin mit dem aktivierten Trimm-Modul geflogen werden, um geringe, nach Wetterlage angepasste Klappenkorrekturen zu realisieren. Die Trimmwerte brauchen dann allerdings nicht mehr abgespeichert zu werden, da sie sowieso bei jeder Wetterlage anders aussehen werden.
Ein wichtiger Hinweis noch: Wenn die Regler im Code 82 durch die E/A-Tasten aktiviert worden sind, bleibt diese Aktivierung auch beim Ausschalten und erneutem Einschalten des Senders erhalten. Wenn man sich nach einer langen Flugpause wundert, dass nach dem Einschalten des Empfängers die Neutralstellungen der Klappen überhaupt nicht mehr stimmen, sollte man auch einmal nachschauen, ob die Regler nicht aktiviert sind und die Klappen die entsprechende Stellung der mittlerweile verdrehten Reglerposition eingenommen haben. (Ich bin erst nach mehreren Stunden und einigen Wutanfällen darauf gekommen!). Die Aktivierung der Regler hat keinen globalen Charakter, sie gilt nur im aktuellen Modellspeicher, aber dort dauerhaft!
Code 83 - Fail-Safe-Einstellungen
Auf diesen Code hat man nur Zugriff, wenn man im Code 21 - Grundeinstellung Modell als Modulation PCM 20 oder SPCM 20 eingestellt hat.
Worum geht es beim Fail-Safe? Ein Empfänger kann durch äußere Einflüsse ganz oder kurzzeitig gestört werden. Auch kann das Signal vom Sender zum Empfänger kurzzeitig unterbrochen werden. Bei einem PPM-Empfänger würden die angeschlossenen Servos in beiden Fällen furchtbar anfangen zu zittern oder wahllos umherirren, da sie kein klares Signal mehr vom Empfänger erhalten. Verwendet man einen PCM-Empfänger kann man bei solchen Störungen oder Signalunterbrechungen den Servos praktisch noch einen letzten Stellbefehl geben. Nun, dieser Befehl sieht natürlich nicht so aus, dass das Modell im Störfall automatisch und sicher landet. Kurze Störungen oder Unterbrechungen lassen sich mit den Fail-Safe-Einstellungen allerdings gut kompensieren, man merkt die Störungen teilweise gar nicht. Bei dauerhaften Störungen lässt sich ein Absturz wohl nicht vermeiden, allerdings können die Auswirkungen ggfls. etwas gemindert werden.
Je nachdem, welche Modulationsart (PCM 20 oder SPCM 20) man im Code 21 eingestellt hat, erhält man auch verschiedene Anzeigen im Code 83.
PCM 20 - In der Grundeinstellung ist der Halt-Modus aktiviert. Dies bedeutet nichts anderes, dass die Servos ihre aktuelle Position beibehalten, wenn eine Störung oder Signalunterbrechung eintritt. Diese Position halten sie solange, bis sie wieder ein exaktes Steuersignal vom Empfänger erhalten. Der Halt-Modus kann durch einen Variabel-Modus ersetzt werden. Hierzu ist die SEL-Taste unterhalb der Halt-Anzeige zu drücken und mit dem Rotary-Knopf die Werte 0,25s, 0,5s oder 1,0s einzustellen. Bei einer auftretenden Störung wird, entsprechend der eingestellten Zeit, die letzte Servoposition beibehalten, danach laufen die Servos in eine frei programmierbare Stellposition. Für die Programmierung dieser Position werden alle Servos über die Geber am Sender in die gewünschte Position gebracht und danach die STO-Taste gedrückt, die bei Einstellung der Fail-Safe Zeit zusätzlich im Display erscheint. Über eine sinnvolle, letzte Servoposition lässt sich sicherlich stundenlang philosophieren. Meines Erachtens ist eine Drosselung des Motors bis zum Leerlauf bzw. das Ausfahren der Störklappen eine gute Fail-Safe-Einstellung. Zumindest wird das Wegfliegen bis zur Sichtgrenze unterbunden bez. das Modell bohrt sich nicht mit Vollgas in den Acker. Die Fail-Safe Servopositionen lassen sich übrigens nur für die Servos 1-8 im Variabel-Modus abspeichern. Die Servos 9-10 fahren nach Ablauf der eingestellten Halt-Zeit in die Mittelstellung.
Weiterhin ist ein Empfängerbatterie Fail-Safe programmierbar, d.h. wenn die Spannung des Empfängerakkus einen bestimmten Schwellenwert unterschreitet, fährt bei Flächenmodellen das am Kanal 1 angeschlossene Servo in eine bestimmte Position. In der Grundeinstellung ist das Batterie- Fail-Safe abgeschaltet, durch Drücken der SEL-Taste kann man mit dem Rotary-Knopf die Servopositionen +75%, 0% (Servomittelstellung) oder -75% einstellen. Im Fail-Safe Fall fährt das Servo also in die eingestellte Position und verharrt dort so lange, bis der Gas-/Störklappenknüppel wieder bewegt wird. In der Praxis sieht das dann so aus, dass der Motor plötzlich abgedrosselt wird bez. die Störklappen bei einem Segler teilweise ausfahren.
SPCM 20 -Wie bei der PCM 20 Modulation lassen sich auch hier ein Halt- und Variabel-Modus für Fail-Safe einstellen. Der Unterschied besteht darin, dass man die Einstellung Halt oder Variabel für jeden Kanal einzeln vornehmen kann, sie gelten also nicht grundsätzlich für alle Kanäle, wie bei PCM 20. In der Grundeinstellung sind alle Kanäle auf Halt programmiert, man kann sie jetzt einzeln in den Variabel-Modus umschalten. Die Programmierung der Servostellungen, der auf Variables Fail-Safe eingestellten Servos, erfolgt wie bei PCM 20 Modulation. Die betreffenden Geber in die gewünschte Position stellen und mit der STO-Taste bestätigen, die automatisch im Display erscheint, wenn man einen Kanal auf Variabel stellt. Im Störfall fahren die gewählten Servos im Variablen Programm sofort in die vorprogrammierte Position, eine Zeitverzögerung, wie bei PCM 20, lässt sich hier nicht eingeben. Die übrigen Servos (Halt-Programm) halten ihre letzte Position. Die Servos folgen erst dann wieder den Steuerbefehlen des Senders, wenn sie ein korrektes Signal vom Empfänger erhalten.
Ähnlich wie bei PCM 20 Modulation lassen sich die Einstellungen nur für die Kanäle 1 - 8 vornehmen, die Kanäle 9-10 sind grundsätzlich im Halt-Modus geschaltet.
Code 84 - Lehrer/Schüler
Für einen Lehrer/Schüler-Betrieb müssen der Lehrer- und der Schülersender mit einem optoelektronischen Modul ausgerüstet sein. Das Graupner-System ist an sich eine tolle Sache, da man nicht nur alle Flug-Funktionen dem Schüler übergeben kann, sondern auch einzelnen Funktionen, wie z.B. nur Querruder. Der Einbau der Module dürfte nach der Anleitung gut gelingen, auch die Programmierung der zu übergebenen Funktionen stellt im Code 84 keine Probleme dar. In der Grundeinstellung sind alle Funktionen auf den Lehrer (L) eingestellt, durch Betätigen der einzelnen E/A-Taste können die zu übergebenen Steuerfunktionen an den Schülersender (S) angewählt werden. Die Steuerfunktionen sind dabei bei den Flächenfliegern wie folgt definiert:
1 - Gas/Störklappenfunktion 2 - Querruderfunktion 3 - Höhenruderfunktion 4 - Seitenruderfunktion 5 - keine Funktion 6 - Funktion auf Propschieber 1 7 - Funktion auf Propschieber 2 8 - Funktion auf 3-Stufengeber
Eine Übergabe an den Schüler kann nur erfolgen, wenn im Code 84 auch ein Schalter gesetzt wird. Bei der Wahl des Schalters empfehle ich dringend einen Momentschalter oder einen nicht rastenden Taster am Knüppel zu verwenden! Ich habe im Lehrer/Schüler-Betrieb schon die haarsträubendsten Situationen erlebt. Hier muss man im Bruchteil einer Sekunde reagieren können, was nur mit den o.g. Schaltern möglich ist.
Für den Lehrer/Schüler-Betrieb ist weiterhin zu beachten:
- Der Schülersender muss grundsätzlich auf PPM-Modulation eingestellt sein und zwar unabhängig davon, mit welcher Modulationsart der Lehrersender betrieben wird.
- Weiterhin sollte für den Schülersender ein jungfräulicher Speicher verwendet werden und dieser für Flächen-oder Hubschraubermodelle eröffnet werden, je nachdem, mit welchem Modell (Flächenmodell oder Hubschrauber) man den Lehrer/Schüler-Betrieb aufnehmen möchte. Bei einigen Schülersendern ist die Servo-Laufrichtung der übergebenen Funktionen zu prüfen und ggfls. zu invertieren.
- Die Steueranordnung kann für Lehrer und Schüler beliebig gewählt werden. Wenn der Lehrer Querruder rechts fliegt, kann der Schüler unabhängig davon auch das Querruder auf dem linken Steuerknüppel fliegen. Die Steueranordnung ist also im Schülersender entsprechend einzustellen.
- Man sollte tunlichst keine Steuerfunktionen übergeben, die der Schülersender gar nicht hat. Fehlen also beim Schülersender die Propschieber, sollten die Steuerfunktionen 6 und 7 beim Lehrer verbleiben. In der Praxis ist eh nur eine max. Übergabe der beiden Kreuzknüppel-Funktionen (Steuerfunktionen 1-4) sinnvoll.
- Neben den Steuerfunktionen werden auch grundsätzlich die dazugehörigen Trimmfunktionen übergeben. Vor dem Betrieb sollten also die Trimmhebel beim Schülersender positionsmäßig dem Lehrersender angepasst werden, sonst gibt es bei der Übergabe direkt eine Überraschung für den Schüler!
Das Lehrer/Schüler-System arbeitet einwandfrei, wenn bei Betätigen des Schalters die Anzeige von L* nach S* wechselt. Erscheint im Display ein -S, hat man etwas falsch gemacht. Meistens wurde dann das Lichtleiterkabel falsch herum eingesteckt, die Stecker sind nämlich kodiert. Der Stecker mit der Aufschrift M (Master) gehört in den Lehrer-Sender, die Seite mit dem Aufdruck S (Slave) in den Schülersender. Manchmal schiebt sich auch das Kabel aus dem Stecker. In diesem Fall muss man auf die Oberseite des Steckerendes drücken und das Kabel wieder bis zum Anschlag hineinschieben.
Code 85 - Empfängerausgang
In diesem Code ist es möglich, die Empfängerausgänge 1-12 neu zu definieren. Bei allen Sendern der JR-Serie ist die Empfängerbelegung fest vorgegeben, z.B. die Querruderservos sind grundsätzlich in die Empfängerausgänge 2 und 5 einzustecken. Wenn man sich das Programmierleben nicht noch schwerer machen will, wie es bis dato schon ist, sollte man diesen Vorgaben unbedingt folgen. Es gibt aber Situationen, wo man diese Belegung nicht so realisieren kann, weil der Empfänger nicht über die notwendigen Ausgänge verfügt. Hier hilft der Code 85 weiter, ein Beispiel soll die Handhabung näher erläutern:
Ich besitze einen kleinen 4-Klappen Hangflitzer, der über keine Störklappen und kein Seitenruder verfügt. Die Empfängerbelegung sieht dann nach JR-Vorgabe wie folgt aus:
- Ausgang 1 - frei (Störklappe)
- Ausgang 2 - Querruder links
- Ausgang 3 - Höhenruder
- Ausgang 4 - frei (Seitenruder)
- Ausgang 5 - Querruder rechts
- Ausgang 6 - Wölbklappe links
- Ausgang 7 - Wölbklappe rechts
Das Modell wird also mit 4 Flächenservos und einem Höhenruderservo geflogen. Da nur insgesamt 5 Servos vorhanden sind, habe ich mir entsprechend einen kleinen und leichten 5-Kanal Empfänger zugelegt, der entsprechend nur über die Empfängerausgänge 1-5 verfügt. Da die Ausgänge 1 und 4 nicht benötigt werden, kann ich nun dort die Wölbklappenservos 6 und 7 einstecken. Hierfür muss man nun die Empfängerbelegung im Code 85 ändern.
Man wählt also den Ausgang 1 an und trägt mit Rotary-Knopf hier das Servo 6 (Wölbklappe links) ein. Danach den Empfängerausgang 4 anwählen und dort das Servo 7 (Wölbklappe rechts) einstellen. Es spielt übrigens keine Rolle, ob man das Servos 6 und 7 in die Empfängerausgänge 1 und 4 oder umgekehrt einträgt, wichtig ist nur, dass sich linkes und rechtes Wölbklappenservo auch tatsächlich in der richtigen Flächenhälfte befinden.
Das Geniale ist jetzt dabei, dass man bei der weiteren Programmierung des Modells die neue Empfängerbelegung nicht weiter beachten muss, d.h. man kann z.B. alle fertigen Wölbklappenmischer im Code 52 und 71 so programmieren, als hätte der Tausch der Empfängerausgänge nie stattgefunden. Ein freier Linearmischer Höhe auf Wölbklappen wird also wie bisher HR -> 7 programmiert. Die Signalumleitung auf die Empfängerausgänge 1 und 4 erfolgt voll automatisch.
Eines gilt es hierbei allerdings zu beachten: Die automatische Signalumleitung funktioniert nicht für die Fail-Save-Einstellungen im Code 83, denn diese wirken numerisch immer grundsätzlich auf den gleichen Empfängerausgang. Eine Fail-Safe Einstellung für die Wölbklappen muss im Code 83 für den Ausgang 1 und 4 vorgenommen werden, und nicht für die Ausgänge 6 und 7!
Code 91 - Allgemeine Einstellungen
Im Code 91 werden Grundeinstellungen für den Sender vorgenommen. Dieses Menü braucht man eigentlich nur ein einziges Mal aufschlagen und entsprechende Einstellungen vornehmen, danach wird es nicht mehr gebraucht.
Besitzername - Hier kann man seinen Namen eingeben oder ein Pseudonym. Die Eingabe erscheint dann dauerhaft im Display
Vorgabe Steueranordnung - Der Eintrag gilt als Vorgabe für den Code 21 - Grundeinstellung Modell. Da sich die Steueranordnung normaler Weise nicht ändert, wird der Vorgabewert in jeden neuen Modellspeicher übernommen. Man kann den Wert natürlich im Code 21 ändern.
Vorgabe Modulation - Wie bei der Steueranordnung dient diese Einstellung als Vorgabe für den Code 21. Wenn jemand nur PCM-Empfänger fliegt macht der Eintrag PCM20 hier einen Sinn.
Lautstärke (Progr.) - Beim Programmieren erzeugt jeder Tastendruck einen Ton. Die Lautstärke kann man hier einstellen, wobei der Wert "0" kein akustisches Signal mehr erzeugt.
Einschaltton - Tatsächlich, man kann das Einschalt-dülülüt abschalten. Wen´s stört die Einstellung "nein" eintragen.
TURBO ROTARY - Wenn man den Rotary-Knopf in der Menü-Auswahl sehr schnell bewegt, werden einige Menüs übersprungen und nicht mehr markiert. Das Handbuch nennt das dynamische Beschleunigung! Tatsächlich geht´s damit wesentlich schneller, wenn man vom Code 11 zum Code 92 mit dem Rotary-Knopf wechselt.
Vorgabe Pitch min - Der Eintrag gilt als Vorgabe im Code 22 - Helityp für die Hubschrauberpiloten und legt die Betätigungsrichtung des Gas/Pitch-Steuerknüppels fest.
Code 92 - Servoanzeige
Würden sich die Menüs mit der Anzahl der Zugriffe abnutzen, hätte der Code 92 an meinem Sender die größten Verschleißerscheinungen. Alle Programmierlösungen lassen sich hier wunderbar testen. Komplexe Programme entwickelt und man also nicht nur im Hobbyraum vor dem aufgebauten Modell, sondern auch mal woanders.
Wurde eine neue Empfängerbelegung im Code 85 vorgenommen, wird das in den Servoanzeigen nicht berücksichtigt, was letztlich ja auch keine Rolle spielt.
Code 93 - Servotest
Wem´s Spaß macht kann die Servos 1-8 hiermit automatisch in Bewegung setzten. Aber diese Funktion hat auch einen überaus praktischen Nutzen: Mit dem Servotest kann man wunderbar alleine einen Reichweitentest durchführen, der ja vor jedem Erstflug oder auch nach größeren Umbauten oder Reparaturen obligatorisch sein sollte. Wenn man den Code 93 aktiviert führen alle angeschlossenen Servos nacheinander einen beidseitigen Vollausschlag aus und zwar so lange, bis man die Funktion wieder deaktiviert. Für den Reichweitentest lässt man nun den Sender an Ort und Stelle liegen und entfernt sich mit dem Modell auf die gewählte Distanz. Sollte die Funkstrecke auf dem Weg dorthin gestört sein, würde man es sofort an einer Unterbrechung des Servotestlaufes erkennen können.
Code 94 - Drehzahlmesser
Als weiteres Zubehör kann ein optischer Drehzahl-Messsensor für die MC-24 angeschafft werden. Die Messergebnisse können hier abgelesen werden. Der Drehzahlmesser hat gegenüber einem preisgünstigen Conrad-Messgerätes zwei Vorteile:
- Der maximal gemessene Drehzahlwert wird gespeichert
- Es können Messungen an 1-20 Blatt-Luftschrauben vorgenommen werden. Somit sind mit diesem Sensor auch Drehzahlenmessungen an Impellern möglich.
Code 99 - Eingabesperre
Man sollte seinen Sender durch einen Zugriffscode schützen. Es schwirren genügend kleine Pilotenkinder im Vorbereitungsraum des Flugplatzes, die von den vielen Knöpfen am Sender magisch angezogen werden, vor allen Dingen dann, wenn sie den Einschaltknopf gefunden haben. Die Knöpfe erzeugen dann auch noch Töne.
Wenn man die Geheimzahl wieder löschen möchte, einfach den Code 99 aufrufen, dann sofort die CLR-Taste drücken und zweimal mit Enter bestätigen.
Wenn man die Geheimzahl vergisst, hilft nur der Weg zum Graupner Service-Center. In so einem Fall kann sogar ich nicht mehr weiter helfen, noch nicht!
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